Wir sind doch nur Befehlsempfänger?

Dieses Vorurteil ist kaum auszurotten und meint immer: Befehlsempfänger der Ärzteschaft. Was für ein Irrtum!

Denn Ärzte sind auf die Pflegenden angewiesen, auf ihre Beobachtungen und Informationen und auf ihre Fachkenntnis, genauso wie Pflegende auf die Expertise der Ärzte und ihr Können in Diagnose und Therapie angewiesen sind. Krankenhaus ist Teamarbeit und erschöpft sich nicht nur in Medizin und Pflegeberufen. Vieles und viele kommen dazu; Therapeuten beispielsweise, medizintechnische Assistenten, auch die Seelsorge oder die Grünen Damen. Es muss ein Miteinander sein, um zu gelingen.

Als Pflegekraft hat man auch eigenen Handlungsspielraum, gerade in der Prophylaxe. Denn zum Beispiel in der Haut- und Körperpflege geht es darum, genau zu beobachten. Muss die Lagerung verändert werden, um einen Dekubitus zu vermeiden? Mobilisierung ist ein anderer wichtiger Punkt; je nach Station kommen viele pflegerische Anforderungen dazu, man denke nur an die postoperative Phase.

Befehlsempfänger? Nein, dafür ist die Aufgabe viel zu komplex. Es ist ein Austausch, es ist Kooperation. Nur so kann das  bestmögliche Ergebnis für den Patienten zustandekommen.