Hi, ich bin Verena

Es war im Frühjahr 2018, als ich Verena mein Abitur in der Hand hielt und keine Ahnung hatte, was ich mit meiner Zukunft anfangen sollte. Ich wollte auf jeden Fall etwas Soziales ausüben, das war mir klar und ein typischer Bürojob kam für mich nicht in Frage. Um eine Ausbildung hatte ich mich nicht gekümmert, also blieb nur noch die Alternative zu studieren und irgendwie wurde es dann ein Lehramtsstudium.  Nach sage und schreibe drei Monaten merkte ich bereits, dass Lehrerin nicht meine Berufung ist. Das Studium an sich gefiel mir gut, aber von Vorlesung zu Vorlesung wurde mir bewusster, dass ich keine Lehrerin werden möchte. Also überlegte ich noch einmal genauer darüber nach, als was ich später arbeiten möchte. In meinem Fokus stand mein berufliches Ziel und nicht der Weg dahin. Schließlich habe ich noch mehr als genug Jahre bis zur Rente. Ich erinnerte mich an Praktika bei Physiotherapeuten und in Krankenhäusern, die ich während meiner Schulzeit gemacht hatte. Dachte an Ferienjobs als Kinderbetreuerin zurück und fragte mich, warum ich nicht früher darauf gekommen war, wie schön es sein kann, Kinder zu pflegen und bei der Genesung zu begleiten. Medizinisch interessiert war ich schon immer und eine meiner besten Freundinnen erzählte mir ständig von ihrer Ausbildung als Kinderkrankenpflegerin und wie interessant jeder Arbeitstag aufs Neue ist. Endlich passte alles zusammen und ich wollte mich sofort überall bewerben, am liebsten sogar direkt anfangen! Allerdings hatten wir gerade Weihnachten, sodass ich noch sechs Monate bis zum Start der nächsten Ausbildungsjahrgänge hatte. Trotzdem schrieb ich motiviert meine Bewerbungen und erhielt auch recht schnell Rückmeldungen, welche zu Bewerbungsgesprächen und auch Ausbildungsangeboten führten.  In der Zwischenzeit arbeitete ich im Pflegezentrum einer Versicherung, betrachtete quasi mal die kostentechnische Seite der Pflege und wartete gespannt auf den 01.09.2017.Ich habe mich auf abwechslungsreiche Arbeitstage, Krankheitsbilder und neue Leute, interessante Themen im theoretischen Teil der Ausbildung und fordernde praktische Ausbildungstage gefreut. Ich hatte gehofft, so viel wie möglich in der Theorie zu lernen und dann in der Praxis anwenden zu können. Ganz so realistisch waren meine euphorischen Vorstellungen natürlich nicht. Es gibt auch langweilige Tage, denn Schule ist und bleibt Schule. Nicht für jedes Thema interessiere ich mich brennend, aber es gibt auch richtig spannende Themen und die Dozenten geben sich richtig Mühe, alles bestmöglich zu vermitteln. Das Kursklima ist viel besser, als ich es je erwartet hatte. Wenn ich ein vorzeitiges Resümee zu meiner Ausbildung geben müsste, würde ich sagen: Ich habe so viele nette Leute kennengelernt und freue ich richtig auf die nächsten zwei Jahre mit meinem Kurs und bin gleichzeitig so erstaunt darüber, wie schnell das erste Jahr umging. Ich freue mich auf jeden Fall über meine Berufswahl.